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Wie funktioniert Amazon PPC?

Amazon PPC steht für Pay Per Click und bezeichnet das integrierte Werbesystem auf Amazon, bei dem du Gebote auf Keywords oder Produkte setzt und nur dann bezahlst wenn ein Käufer auf deine Anzeige klickt.

Es gibt drei Hauptformate: Sponsored Products bewerben einzelne Listings direkt in den Suchergebnissen, Sponsored Brands zeigen dein Markenlogo mit mehreren Produkten und Sponsored Display schaltet Anzeigen auch außerhalb von Amazon. Für Einsteiger sind Sponsored Products der sinnvollste Einstieg, weil sie direkt auf Umsatz einzahlen und einfach zu steuern sind.

Praxisbeispiel: Ein Händler für Campingzubehör startet eine automatische Sponsored Products-Kampagne mit einem Tagesbudget von 20 Euro. Amazon wählt selbst relevante Keywords, und nach zwei Wochen sieht der Händler welche Suchbegriffe tatsächlich zu Käufen geführt haben.

Wichtig zu wissen: Starte mit automatischen Kampagnen zum Daten sammeln, bevor du auf manuelle Kampagnen mit gezielten Keywords umstellst.

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F
Plattform

Facebook

Facebook ist mit über 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern weltweit das größte soziale Netzwerk und gehört wie Instagram zum Meta-Konzern. In Deutschland nutzen es laut Statista-Auswertungen rund 21,7 Millionen Menschen, in Österreich liegt die Werbereichweite bei etwa 3,25 Millionen (Februar 2025). Für Händler und Marken ist Facebook vor allem ein Werbe- und Community-Kanal: Anzeigen werden gemeinsam mit Instagram über den Meta Ads Manager gebucht, Produktkataloge aus dem Commerce Manager speisen Katalog- und Advantage+-Kampagnen. Der direkte Checkout in Facebook Shops wurde in Österreich und mehreren EU-Ländern im August 2023 eingestellt, seit September 2025 laufen Shops mit Website-Checkout, gekauft wird also im eigenen Onlineshop. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Für Deutschland nennen Agenturen einen CPM von etwa 5 bis 15 Euro und einen CPC von 0,40 bis 2,00 Euro. Seit Jänner 2026 können EU-Nutzer weniger personalisierte Werbung wählen, was die Zielgenauigkeit beeinflussen kann.

A
Marktplatz

ABOUT YOU

ABOUT YOU ist ein Online-Modehändler und Marktplatz aus Hamburg, der sich an ein junges, mobil orientiertes Publikum richtet, rund 80 Prozent der Kunden sind laut Unternehmen unter 45 Jahre alt. Die Plattform erreicht 12 bis 13 Millionen aktive Kunden und ist in bis zu 28 europäischen Märkten aktiv. Seit 2025 gehört ABOUT YOU zur Zalando Group, die Marken bleiben vorerst getrennt. Die Ausrichtung ist international und hybrid aus Wholesale und Marktplatz. Das Sortiment konzentriert sich auf Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Seller Center unter partner.aboutyou.com registrieren sich Marken ohne Registrierungsgebühr, Produktdaten, Preise und Bestände werden per API, Shopify oder Middleware wie Tradebyte, PlentyONE oder ChannelEngine übermittelt, die meisten Partner gehen laut Betreiber innerhalb weniger Wochen live. Die Zahlungen laufen über SCAYLE Payments. Logistisch stehen Dropshipping und Fulfillment by ABOUT YOU zur Wahl. Es fällt eine kategorieabhängige Provision an, die laut Marktberichten zwischen 5 und 25 Prozent liegt, die genauen Konditionen werden individuell vereinbart.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

S
Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

L
Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

H
Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

M
Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).

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Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

M
Plattform

Microsoft Advertising

Microsoft Advertising, früher Bing Ads, ist die Werbeplattform für das Suchnetzwerk von Bing sowie für Partner wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, Anzeigen erscheinen auch in Edge und der Windows-Suche, und der KI-Assistent Copilot greift auf den Bing-Index zurück. Der Marktanteil ist deutlich kleiner als bei Google, im DACH-Raum liegt Bing auf dem Desktop bei rund 15 Prozent. Die Nutzerschaft ist tendenziell älter, kaufkräftiger und stark im Büroumfeld vertreten, daher eignet sich der Kanal für B2B-Themen und als Ergänzung zu Google. Es gibt Text-, Shopping- und Dynamic-Kampagnen sowie Retargeting, bestehende Google-Ads-Kampagnen lassen sich importieren. Nur bei Microsoft Advertising ist eine Zielgruppenausrichtung auf Basis von LinkedIn-Profildaten möglich. Abgerechnet wird überwiegend per Klick nach dem Auktionsprinzip, in manchen Branchen liegen die Klickpreise laut Agenturen 30 bis 60 Prozent unter Google. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden Endkunden (B2C) und Geschäftskunden (B2B).

B
Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.

G
Plattform

Google Ads

Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.

T
Plattform

TikTok

TikTok ist die Kurzvideo-Plattform, die für Marken und Händler als Reichweitenkanal und über TikTok for Business auch als Werbeplattform dient. Laut Marktdaten nutzen in Deutschland rund 26,4 Millionen Menschen TikTok (Februar 2026), in Österreich meldet das Unternehmen mehr als 2,7 Millionen monatliche Nutzer, in der Schweiz sind es rund 2,2 Millionen. Die Ausrichtung ist international und auf Entdeckung statt Suche ausgelegt, der Algorithmus zeigt Inhalte auch Menschen, die dem Absender noch nicht folgen. Für Werbetreibende gibt es Formate wie Spark Ads, die organische Videos bewerben, und In-Feed Ads, abgerechnet wird per CPM oder CPC. Im DACH-Raum nennen Agenturen für Anfang 2026 einen CPM von 3 bis 8 Euro und einen CPC von 0,30 bis 1,50 Euro. Das Mindestbudget liegt laut Marktquellen bei 50 Euro je Kampagne und 20 Euro Tagesbudget je Anzeigengruppe. Das Sortiment ist offen, gut funktionieren visuelle, erklärbare Produkte. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), einzelne B2B-Themen lassen sich mit erklärendem Content ebenfalls bespielen. Der Verkauf direkt in der App läuft über TikTok Shop.

L
Plattform

LinkedIn

LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk der Welt mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern, im DACH-Raum nennen Quellen je nach Stand 20 bis 25 Millionen Mitglieder. In Österreich liegt die Werbereichweite laut Statista bei rund 2,7 Millionen (Anfang 2025). Für Händler und Marken ist LinkedIn kein Verkaufsmarktplatz, sondern ein B2B-Kanal für Positionierung, Recruiting, Lead-Generierung und den Kontakt zu Einkäufern, Geschäftsführern und Entscheidern. Die Ausrichtung ist international mit Targeting nach Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Werbung wird im Campaign Manager gebucht, technisch ist ein Tagesbudget ab 10 Euro möglich, Agenturen empfehlen für den DACH-Raum 50 bis 100 Euro pro Tag. Der durchschnittliche CPC liegt im DACH-Raum bei rund 6 bis 9 Euro, der CPM bei 25 bis 45 Euro, damit ist LinkedIn deutlich teurer als Meta oder Google. Beliebte Formate sind Lead Gen Forms, Document Ads und Thought Leader Ads, die Beiträge von Personen statt von Unternehmensseiten bewerben. Sponsored Messaging erreicht in der EU nur Mitglieder, die zugestimmt haben.

H
Marktplatz

HUMANIC

HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.

F
Marktplatz

fashionette

fashionette ist ein 2008 gegründeter Onlineshop für Premium- und Luxusmode, der zur The Platform Group AG gehört und sich selbst als führenden Marktplatz für hochwertige Mode und Accessoires im Premium- und Luxussegment bezeichnet. Der Schwerpunkt liegt bei Designer-Handtaschen, dazu kommen Schuhe, Schmuck, Uhren und Kleidung. Die Plattform betreibt eigene Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und liefert von der jeweiligen Länderseite nur an Adressen im jeweiligen Land. Seit 2023 arbeitet fashionette mit einem Marktplatz-Modell: Bestände lokaler Luxus-Boutiquen werden über ein ERP-System angebunden, zum Start waren mehr als 150 Standorte mit rund 3.500 Modeartikeln europäischer Boutiquen angebunden, bei einem Verkauf erhält fashionette eine Provision. Zusätzlich gibt es seit 2023 eine Pre-Loved-Kategorie mit geprüften Second-Hand-Handtaschen, Uhren und Schmuck. Geplant war die Ausweitung auf Lederwaren, Schuhe und Accessoires sowie die direkte Anbindung von Herstellern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), fashionette ist im Netzwerk von Tradebyte gelistet.

K
Marktplatz

Kaufland Global Marketplace

Kaufland Global Marketplace ist der zentrale Verkäuferzugang zu den Onlinemarktplätzen von Kaufland, einer Handelsmarke mit 1.600 Filialen in 8 Ländern. Mit einer Registrierung lassen sich neun Länder bedienen: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, laut Betreiber mit 220 Millionen potenziellen Online-Kunden und rund 15.000 Händlern. Kaufland.at ging am 4. September 2024 in Österreich an den Start. Die Ausrichtung ist damit klar international und für Cross-Border-Wachstum aus einem System heraus gedacht. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit über 6.400 Kategorien, etwa Wohnen, Elektronik, Garten, Küche, Baby, Sport und Fashion, verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Händler bleibt Vertragspartner und versendet selbst, Kaufland übernimmt die Zahlungsabwicklung, den Kundenservice der ersten Ebene und automatisiertes Marketing über SEO, SEA, Google Shopping und Preisvergleichsportale. Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 Euro und wird auch bei mehreren Marktplätzen nur einmal fällig, die Verkaufsprovision liegt kategorieabhängig zwischen 4 und 16 Prozent. Optional gibt es Sponsored Product Ads und Fulfillment by Kaufland.

O
Marktplatz

OTTO Market

OTTO Market ist die Marktplatzlösung der OTTO Group und öffnet externen Händlern den Zugang zu otto.de, laut Betreiber mit rund 13 Millionen aktiven Kunden, mehr als 3 Millionen qualifizierten Besuchen pro Tag und bis zu 49 Bestellungen pro Sekunde. Die Kundschaft sitzt überwiegend in Deutschland, die Händlerseite öffnet sich schrittweise für Unternehmen aus der EU, den Start machen die Niederlande, Polen und Österreich. Für österreichische Unternehmen gilt in der Pilotphase: Rechtsform AG, GmbH oder OG, Firmensitz in Österreich, österreichische Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Das Sortiment ist kuratiert und stark bei Mode, Möbeln, Elektronik und Haushaltswaren, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler versenden aus einem Lager in Deutschland oder der EU mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS, Retouren werden in Deutschland oder ausgewählten EU-Ländern angenommen, darunter Österreich. OTTO wickelt die Zahlung inklusive Bonitätsprüfung ab. Die Grundgebühr beträgt 99,90 Euro netto pro Monat, dazu kommt eine sortimentsabhängige Provision von 5 bis 22 Prozent, teils gestaffelt nach Verkaufspreis.

B
Marktplatz

Breuninger

Breuninger ist ein Stuttgarter Premium- und Luxus-Warenhaus mit elf Häusern in Deutschland, mehr als 5.500 Mitarbeitenden und einem Onlineshop seit 2008. Seit 2020 öffnet das Unternehmen den Onlineshop auf einer Marktplatz-Plattform für ausgewählte Partnermarken, die über eine Third-Party-Anbindung an Breuninger-Kunden verkaufen. Im Februar 2026 wurde das Modell in Österreich gestartet, laut Fachpresse auf Basis des in Deutschland etablierten Konzepts mit rund 300 Partnern und einem lokalen Fokus auf Tracht, Ball- und Abendmode sowie Ski und Outdoor. Weitere Märkte sind die Schweiz mit zusätzlichen Sprachversionen, Polen und die Niederlande. Das Sortiment umfasst Fashion und Accessoires, Home and Living, Premium und Luxus sowie Sport. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Eine offene Registrierung gibt es nicht, Breuninger arbeitet über Empfehlungen, gezielte Ansprache von Marken und Integrationspartner wie Tradebyte oder Agenturen. Vorausgesetzt werden vollständige Varianten- und Attributdaten, markenkonforme Bilder und Texte in Deutsch sowie ein sauberes Kategorie-Mapping, entsprechend der Premium-Positionierung.

S
Marktplatz

shöpping.at

shöpping.at ist der Online-Marktplatz der Österreichischen Post AG und versteht sich laut Eigenangabe als Österreichs größter Online-Marktplatz, laut Handelsverband sind mehr als 2.000 Händler aktiv. Die Ausrichtung ist national, gestartet unter dem Leitgedanken Österreich für Österreich mit heimischen Händlern, heimischen Kunden und heimischer Logistik, inzwischen ergänzt um Lieferungen nach Deutschland mit versandkostenfreier Standardlieferung ab 49 Euro Bestellwert je Händler in Österreich und ab 69 Euro nach Deutschland. Das Sortiment ist ein Vollsortiment, zu den Top-Kategorien zählen Elektronik, Baumarkt und Garten, Haushalt und Wohnen, Sport und Freizeit, Arzneimittel und Mode. Verkauft wird im Kern an Endkunden (B2C), zugelassen sind Gewerbetreibende mit Neuware oder refurbished Produkten. Der Kaufvertrag entsteht zwischen Händler und Kunde, den Versand übernimmt im Inland die Österreichische Post, Sendungen aus dem Ausland gehen mit DHL und werden von der Post zugestellt. Laut Preisblatt (Stand Jänner 2025) beträgt die Grundgebühr 49 Euro pro Monat, dazu kommen 0,49 Euro Transaktionsgebühr pro Bestellung, eine Verkaufsprovision von 5 bis 15 Prozent je nach Kategorie und Payment-Gebühren.