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Was ist FBM bei Amazon?

FBM steht für Fulfillment by Merchant und beschreibt den Versandweg, bei dem du als Händler Lagerung, Verpackung und Versand deiner Amazon-Bestellungen vollständig selbst übernimmst.

Im Gegensatz zu FBA behältst du bei FBM die volle Kontrolle über deine Logistik und zahlst keine Amazon-Fulfillment-Gebühren, trägst dafür aber die gesamte operative Verantwortung. FBM eignet sich besonders für sperrige Waren, sehr teure Einzelstücke oder Produkte mit langer Lagerdauer, bei denen FBA-Lagergebühren unwirtschaftlich werden würden.

Praxisbeispiel: Ein Händler für Vintage-Möbel verkauft über FBM, weil seine Artikel zu groß und zu schwer für das FBA-Netzwerk wären und die individuellen Verpackungsanforderungen nur er selbst zuverlässig erfüllen kann.

Wichtig zu wissen: Als FBM-Händler musst du Amazon-Versandfristen konsequent einhalten, weil zu hohe Late-Shipment-Raten zur Kontosperrung führen können.

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Passende Anbieter

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

D
Logistik

DHL Express

DHL Express ist der internationale Expressdienst der DHL Group und bietet zeitdefinierte Tür-zu-Tür-Zustellung in über 220 Ländern und Gebieten. Laut Eigenangabe sind mehr als 100.000 Certified International Specialists im Einsatz, dazu kommt Zollexpertise, die Sendungen beim Grenzübertritt beschleunigen soll. Die Ausrichtung ist klar international, in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Geschäftskunden über eigene Länderseiten betreut. Angeboten werden Zustellung am selben Tag, am nächsten Werktag und über Nacht, für Österreich nennt Sendcloud die Produkte Domestic, Domestic Premium, Economy Select über das Straßennetzwerk in 31 Länder und Gebiete sowie Worldwide, jeweils bis 70 Kilogramm. Für schwere und palettierte Sendungen gibt es Heavyweight-Express. Sendungen werden über MyDHL+, APIs oder Shop-Integrationen erstellt, mit On Demand Delivery können Empfänger Zustellort und Zeitpunkt ändern, eine Zweitzustellungsplattform soll fehlgeschlagene Zustellversuche verringern. Das Angebot richtet sich an B2B und B2C, ein Business-Konto lässt sich online per Kreditkarte oder nach Beratung auf Rechnung eröffnen.

Ö
Logistik

Österreichische Post

Die Österreichische Post AG ist das größte Post- und Logistikunternehmen Österreichs und stellte 2025 allein im Inland 232 Millionen Pakete zu, im Dezember wurden Tageshöchstwerte von bis zu 1,65 Millionen Paketen erreicht. Im Juli 2026 zählte das Standortnetz 327 eigenbetriebene Filialen, 1.353 Postpartner, 57 Selbstbedienungsfilialen und 1.263 freistehende Poststationen, bis Ende 2026 sollen es über 3.100 Standorte werden. Geschäftskunden nutzen unter anderem Paket Premium, das Versandsystem Post-Labelcenter, Retourenlösungen, Wunsch-Poststation und Wunsch-Postfiliale als Zustelladresse sowie internationale Pakete, die Gruppe ist zudem in Südost- und Osteuropa und der Türkei aktiv. Die Post beliefert überwiegend Endkunden (B2C) und bedient über Paket Premium auch B2B. Aus Sicht deutscher Unternehmen ist die Tochter Austrian Post International Deutschland in Bonn der Einstieg: Paket AT bringt Sendungen von Deutschland nach Österreich laut Anbieter in zwei Tagen von der Abholung bis zur Zustellung, für Pakete bis 31,5 Kilogramm mit Track and Trace sowie Sendungsstopp und Umroutung. Laut Sendcloud stellt die Post außerdem den Großteil der DHL Pakete in Österreich zu.

G
Logistik

GLS

GLS (General Logistics Systems) ist ein Paket- und Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Amsterdam und in rund 40 Ländern in Europa und Nordamerika aktiv. Das Netzwerk besteht aus Depots, Hubs und Paketshops, der Schwerpunkt liegt auf dem grenzüberschreitenden Paketversand in Europa. In Österreich betreibt GLS nach Angaben von paketcheck.at rund 2.300 GLS Points, davon etwa 930 PaketShops im Handel und etwa 1.370 PaketBoxen. Mit dem FlexDeliveryService können Empfänger Ort und Zeit der Zustellung steuern, etwa eine Abstellgenehmigung erteilen oder in einen PaketShop oder eine PaketBox umleiten. In Deutschland bietet GLS Express-Lieferung zum nächsten Werktag, auf Wunsch auch samstags, und mit GlobalParcel einen weltweiten Paketversand. Für Sendungen in die Schweiz gibt es mit Swiss Post GLS eine Lösung mit verzollter Lieferung (DDP). GLS bedient Geschäftskunden mit hohem Paketvolumen ebenso wie gelegentliche Versender und Privatkunden, die Zustellung erfolgt überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Der Fokus liegt zunehmend auf nachhaltiger Logistik, alternativen Zustellkonzepten und digitalen Services.

G
Logistik

Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss ist ein familiengeführter, weltweit tätiger Full-Service-Logistiker mit Sitz in Lauterach in Vorarlberg, dessen Wurzeln laut Unternehmen mehr als 500 Jahre zurückreichen. Rund 8.600 Mitarbeitende arbeiten an 180 firmeneigenen Standorten. Das Portfolio umfasst Land-, See- und Luftfracht, Kontraktlogistik von der Lagerung über Fulfillment bis zur letzten Meile, Supply Chain Management und digitale Services wie das Kundenportal myGW. Die Ausrichtung ist international mit starkem Schwerpunkt auf dem Alpenraum, Österreich und Deutschland, Standorte gibt es unter anderem in Hamburg und Frankfurt. Gebrüder Weiss beteiligt sich an den Stückgutkooperationen NG.network und System Alliance Europe und arbeitet seit 1975 mit Streck Transport für Verkehre zwischen Österreich und Deutschland zusammen. Die Gruppe ist außerdem Gesellschafter von DPD Austria und damit im Paketgeschäft verankert. Der Schwerpunkt liegt auf B2B, Palettenware, Stückgut und Sperrgut, für Marken und Händler mit komplexeren Lieferketten kommen Kontraktlogistik und Fulfillment infrage.

D
Logistik

DHL Paket

DHL Paket ist der Paketdienst von Post und Paket Deutschland innerhalb der DHL Group und bildet das Rückgrat des innerdeutschen Onlinehandels. Laut Geschäftsbericht 2025 umfasst das stationäre Annahme- und Verkaufsnetz rund 41.000 Standorte, darunter Packstationen und Poststationen, das Unternehmen bezeichnet es als dichtestes Netz von Paketannahme- und Abgabestellen in Deutschland. Geschäftskunden versenden B2C und B2B, national und international, DHL Paket International erreicht über 220 Länder und Gebiete. Für Österreich gibt es DHL Paket Austria, das Pakete aus Österreich in 26 europäische Länder im integrierten Zustellnetz befördert, inklusive Online-Rücksendung und Beilegerlösung, im Inland stellt laut Sendcloud seit 2020 die Österreichische Post den Großteil der DHL Pakete zu. Für große europäische E-Commerce-Kunden mit mehr als 3.000 Paketen im Jahr bietet DHL eCommerce die Lösung Parcel Connect, die DHL mit inländischen Zustellpartnern verbindet, samt Zugang zu rund 140.000 ServicePoints in Europa. Im Standardversand von DHL Paket Austria sind Pakete bis 31,5 Kilogramm möglich, die Anbindung läuft über APIs und webbasierte Versandoptionen.

D
Logistik

DPD

DPD gehört zur Geopost-Gruppe der französischen La Poste und ist in Deutschland und Österreich einer der großen Paketdienste. DPD Deutschland mit Sitz in Aschaffenburg nennt rund 10.300 Pickup Paketshops, den Zustelldienst Predict mit zweistündigem Zeitfenster und Live-Tracking, Abstell-Okay, Retoure per Fingertipp, Gefahrgutversand und mit DPD Fulfillment auch Logistiklösungen aus einer Hand. DPD Austria wurde 1988 als erster privater Paketdienst gegründet und gehört den Speditionen Gebrüder Weiss, Lagermax und Schachinger sowie der Geopost. 2025 bewegte DPD Austria rund 64,6 Millionen Pakete, betreibt 16 Depots und rund 3.300 Pickup Standorte und liefert national in der Regel innerhalb von 24 Stunden, international in 49 Länder. Die Ausrichtung ist national und europäisch, das Unternehmen positioniert sich in Österreich als Marktführer im B2B-Segment und bedient über Pickup Shops und die myDPD-App auch Privatkunden. Geopost gibt Zugang zu rund 132.000 Pickup Standorten, Retouren lassen sich über das Netz der Paketshops und Paketstationen abwickeln.

S
Logistik

sendcloud

Sendcloud ist eine Versandplattform für Onlineshops mit Hauptsitz in Eindhoven in den Niederlanden und laut Eigenangabe mehr als 30.000 Unternehmen als Kunden. Die Software ist kein Paketdienst und kein Lager, sondern bündelt mehr als 160 Paketdienste in einer Oberfläche, Händler können eigene Verträge hinterlegen oder vorverhandelte Konditionen nutzen. Sie deckt den Weg vom Checkout bis zur Retoure ab: Zustelloptionen wie Wunschtag, Same-Day oder Service Point im Checkout, gebrandete Tracking-Updates per E-Mail, WhatsApp oder SMS, ein mehrsprachiges Retourenportal und automatisch erstellte Zollformulare für internationale Sendungen. Über mehr als 100 Integrationen und eine Multi-Carrier-API lassen sich Shopsysteme, Marktplätze, WMS und ERP anbinden. Für Marktplätze sowie 3PL- und 4PL-Anbieter gibt es Enterprise-Lösungen mit zentraler Verwaltung mehrerer Kundenkonten. Laut Sendcloud sitzen die Kunden vor allem in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Österreich, für Österreich gibt es eine eigene Länderseite. Genutzt wird die Plattform im D2C ebenso wie im B2B.

U
Logistik

UPS

UPS ist ein global führender Logistikdienstleister und versendet Pakete in über 220 Länder und Gebiete, für Geschäftskunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es eigene Serviceleistungen. Im Programm stehen die Produkte Express Plus, Express, Express Saver, Standard und Expedited, UPS Standard steht innerhalb der EU sowie in die Schweiz, nach Liechtenstein und Norwegen zur Verfügung. Das UPS Access Point Netzwerk bietet lokale Abgabe- und Abholstellen für Zustellung und Retouren, mit UPS My Choice steuern Empfänger Zustellungen selbst. Der Rücksendeservice mit Selbstdruck-Aufkleber ist für über 135 Länder verfügbar, dazu kommen Nachnahme, Import Control und Zollabwicklung, europäisches Luftfrachtdrehkreuz ist Köln/Bonn. Kunden können Sendungen aus verschiedenen E-Commerce-Plattformen importieren und Versandinformationen zurückspielen. Die Ausrichtung ist stark international, das Angebot richtet sich an B2B und B2C. Laut Logistikjournal eignen sich UPS und FedEx besonders für zeitkritische Sendungen und Expressversand, beide bieten Zollabwicklung und DDP-Optionen.

H
Logistik

Hermes

Hermes Germany ist auf die Zustellung an Privatkunden spezialisiert und wickelt den B2C- und C2C-Paketversand über neun Logistik-Center, rund 45 Depots und zahlreiche Partnerstandorte ab, hinzu kommen über 17.000 PaketShops in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden laut Hermes über 96 Prozent aller Pakete beim ersten Zustellversuch abgeliefert. Der internationale Versand erreicht rund 25 Länder Europas, Hermes EuroParcel bietet dafür ein spezialisiertes B2C-Netzwerk. In Österreich unterhält Hermes mit über 1.600 PaketShops nach eigener Aussage das größte postunabhängige Netzwerk von Annahmestellen für Retouren des Versandhandels und für den privaten Paketversand, viele Versandhäuser nutzen die Shops als alternative Zustelladresse. Die Österreichische Post listet Hermes PaketShops bei der Wunsch-Postfiliale als Zustellort. Geschäftskunden nutzen myHermes Business mit Sendungsverwaltung, Livetracking für die Haustürzustellung und Paketankündigung. Die Ausrichtung liegt klar auf B2C und Retouren, reine B2B-Lieferungen zwischen Unternehmen sind nicht der Schwerpunkt. Nach Österreich läuft die Zustellung laut Vergleichsportalen über Hermes-Verteilzentren und Partner wie die Österreichische Post oder DPD.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

S
Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

B
Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.

V
Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

L
Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

H
Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

B
Logistik

byrd

byrd ist ein 2016 in Wien gegründeter Fulfillment-Anbieter, der Logistik mit eigener Software verbindet und E-Commerce-Marken den Zugang zu einem europäischen Lagernetzwerk bietet. Genannt werden Lager in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien, frühere Berichte nennen auch die Niederlande, Italien und Spanien. Das Modell beruht auf einem dezentralen Netzwerk aus Logistikpartnern, die die byrd-Software als Lagerverwaltungssystem nutzen. Angeboten werden Lagerung, Pick and Pack mit individuell gebrandeter Verpackung, Versand über mehr als 20 Paketdienste, Zollabwicklung, ein Self-Service-Retourenportal und Seller Fulfilled Prime für Amazon. Laut byrd senkt die Adressvalidierung die Retouren im Schnitt um 20 bis 40 Prozent. Die Anbindung läuft unter anderem über Shopify, Shopware, WooCommerce, PlentyONE, Xentral, Amazon FBM, Billbee, ChannelEngine, Mirakl und eBay. Die Zielgruppe reicht von Start-ups bis zu Enterprise-Kunden mit 1.000 bis über 100.000 Bestellungen pro Monat. Ein Wettbewerbsvergleich von Quivo hält fest, dass byrd die Lager nicht selbst betreibt und das deutsche Lagernetz auf einen Partnerstandort in Halle konsolidiert hat.

D
Logistik

Die Schweizerische Post

Die Schweizerische Post ist laut Asendia der beliebteste Versanddienstleister in der Schweiz und betreibt dort das größte Netzwerk an Abholorten. Im Inland sind PostPac Priority mit Zustellung in der Regel am nächsten Werktag und PostPac Economy mit Zustellung innerhalb von zwei Werktagen die Standardprodukte, Sperrgut und Rücksendungen gehören zum Angebot, Sonderkonditionen setzen ein Geschäftskundenverhältnis voraus. Für den grenzüberschreitenden Handel wichtig ist, dass die Schweiz weder EU noch Zollunion angehört: Jede Sendung braucht eine Zollanmeldung, IOSS und OSS gelten nicht. Die Post bietet dafür PostPac International und internationale Kleinsendungen, für verzollte Lieferung (DDP) gibt es Swiss Post GLS und URGENT. Asendia by Swiss Post, ein Gemeinschaftsunternehmen mit La Poste, liefert Pakete für Onlinehändler über Entry Points in Zürich und Genf innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ankunft zu, Kunden bringen Retouren zu über 3.900 Drop-Off-Points in der Schweiz. Die Ausrichtung ist national mit internationalem Zugang, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Für Händler aus Deutschland und Österreich ist die Post der wichtigste Zugang zum Schweizer Markt.

A
Marktplatz

ABOUT YOU

ABOUT YOU ist ein Online-Modehändler und Marktplatz aus Hamburg, der sich an ein junges, mobil orientiertes Publikum richtet, rund 80 Prozent der Kunden sind laut Unternehmen unter 45 Jahre alt. Die Plattform erreicht 12 bis 13 Millionen aktive Kunden und ist in bis zu 28 europäischen Märkten aktiv. Seit 2025 gehört ABOUT YOU zur Zalando Group, die Marken bleiben vorerst getrennt. Die Ausrichtung ist international und hybrid aus Wholesale und Marktplatz. Das Sortiment konzentriert sich auf Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Seller Center unter partner.aboutyou.com registrieren sich Marken ohne Registrierungsgebühr, Produktdaten, Preise und Bestände werden per API, Shopify oder Middleware wie Tradebyte, PlentyONE oder ChannelEngine übermittelt, die meisten Partner gehen laut Betreiber innerhalb weniger Wochen live. Die Zahlungen laufen über SCAYLE Payments. Logistisch stehen Dropshipping und Fulfillment by ABOUT YOU zur Wahl. Es fällt eine kategorieabhängige Provision an, die laut Marktberichten zwischen 5 und 25 Prozent liegt, die genauen Konditionen werden individuell vereinbart.

H
Marktplatz

HUMANIC

HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.

M
Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).