Hinweise
Quellen
Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026
Wiki zum Thema
Darf ich Text und Logos auf Amazon-Produktfotos verwenden?
Text und Logos sind auf dem Hauptbild eines Amazon-Listings ausdrücklich verboten, dürfen aber auf den Galeriebildern eingesetzt werden solange sie dem Käufer zusätzliche nützliche…
Wann lohnt sich Amazon für kleine Händler?
Amazon lohnt sich für kleine Händler besonders dann wenn sie Produkte mit ausreichender Nachfrage, klaren Alleinstellungsmerkmalen oder einer Nischenpositionierung anbieten, die si…
Wann lohnt sich ein professioneller Fotograf für Amazon-Produktbilder?
Ein professioneller Produktfotograf lohnt sich bei Amazon dann wenn das Produkt hochpreisig ist, in einem stark umkämpften Segment verkauft wird oder wenn die Bildqualität der Konk…
Warum ist die Verkäuferperformance bei Amazon so wichtig?
Amazon überwacht fortlaufend bestimmte Leistungskennzahlen jedes Händlerkontos und greift mit Verwarnungen, Listing-Sperrungen oder sogar vollständigen Kontosperrungen ein, wenn di…
Warum wird mein Amazon-Listing nicht angezeigt?
Ein Amazon-Listing das nicht angezeigt wird ist entweder inaktiv wegen fehlender Pflichtfelder, gesperrt wegen eines Richtlinienverstoßes, supprimiert wegen nicht erfüllter Bildanf…
Was bedeutet ASIN bei Amazon?
Eine ASIN ist die Amazon Standard Identification Number, eine zehnstellige alphanumerische Kennung, die Amazon jedem Produkt im eigenen Katalog eindeutig zuweist. Jedes Produkt auf…
Was bedeutet ROAS im Amazon-Kontext?
ROAS steht für Return on Ad Spend und gibt an wie viel Umsatz du pro eingesetztem Werbebudget auf Amazon erzielst, also wie effizient deine PPC-Kampagnen laufen. Ein ROAS von 5 bed…
Was brauche ich um ein Produkt bei Amazon einstellen zu können?
Um ein Produkt bei Amazon einzustellen brauchst du mindestens einen aktiven Seller-Account, einen gültigen Produktidentifikator wie EAN oder GTIN, einen Produkttitel, eine Kategori…
Was ist A+ Content bei Amazon?
A+ Content ist eine erweiterte Produktbeschreibung auf Amazon, die Markeninhabern erlaubt, statt einfachem Text aufwändige Layouts mit Bildern, Vergleichstabellen und Infografiken …
Lösungen für Afterbuy-Nutzer
Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).
Zalando Fulfillment Solutions
Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.
sendcloud
Sendcloud ist eine Versandplattform für Onlineshops mit Hauptsitz in Eindhoven in den Niederlanden und laut Eigenangabe mehr als 30.000 Unternehmen als Kunden. Die Software ist kein Paketdienst und kein Lager, sondern bündelt mehr als 160 Paketdienste in einer Oberfläche, Händler können eigene Verträge hinterlegen oder vorverhandelte Konditionen nutzen. Sie deckt den Weg vom Checkout bis zur Retoure ab: Zustelloptionen wie Wunschtag, Same-Day oder Service Point im Checkout, gebrandete Tracking-Updates per E-Mail, WhatsApp oder SMS, ein mehrsprachiges Retourenportal und automatisch erstellte Zollformulare für internationale Sendungen. Über mehr als 100 Integrationen und eine Multi-Carrier-API lassen sich Shopsysteme, Marktplätze, WMS und ERP anbinden. Für Marktplätze sowie 3PL- und 4PL-Anbieter gibt es Enterprise-Lösungen mit zentraler Verwaltung mehrerer Kundenkonten. Laut Sendcloud sitzen die Kunden vor allem in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Österreich, für Österreich gibt es eine eigene Länderseite. Genutzt wird die Plattform im D2C ebenso wie im B2B.
Shein
Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.
fashionette
fashionette ist ein 2008 gegründeter Onlineshop für Premium- und Luxusmode, der zur The Platform Group AG gehört und sich selbst als führenden Marktplatz für hochwertige Mode und Accessoires im Premium- und Luxussegment bezeichnet. Der Schwerpunkt liegt bei Designer-Handtaschen, dazu kommen Schuhe, Schmuck, Uhren und Kleidung. Die Plattform betreibt eigene Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und liefert von der jeweiligen Länderseite nur an Adressen im jeweiligen Land. Seit 2023 arbeitet fashionette mit einem Marktplatz-Modell: Bestände lokaler Luxus-Boutiquen werden über ein ERP-System angebunden, zum Start waren mehr als 150 Standorte mit rund 3.500 Modeartikeln europäischer Boutiquen angebunden, bei einem Verkauf erhält fashionette eine Provision. Zusätzlich gibt es seit 2023 eine Pre-Loved-Kategorie mit geprüften Second-Hand-Handtaschen, Uhren und Schmuck. Geplant war die Ausweitung auf Lederwaren, Schuhe und Accessoires sowie die direkte Anbindung von Herstellern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), fashionette ist im Netzwerk von Tradebyte gelistet.
Veepee
Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.
DHL Express
DHL Express ist der internationale Expressdienst der DHL Group und bietet zeitdefinierte Tür-zu-Tür-Zustellung in über 220 Ländern und Gebieten. Laut Eigenangabe sind mehr als 100.000 Certified International Specialists im Einsatz, dazu kommt Zollexpertise, die Sendungen beim Grenzübertritt beschleunigen soll. Die Ausrichtung ist klar international, in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Geschäftskunden über eigene Länderseiten betreut. Angeboten werden Zustellung am selben Tag, am nächsten Werktag und über Nacht, für Österreich nennt Sendcloud die Produkte Domestic, Domestic Premium, Economy Select über das Straßennetzwerk in 31 Länder und Gebiete sowie Worldwide, jeweils bis 70 Kilogramm. Für schwere und palettierte Sendungen gibt es Heavyweight-Express. Sendungen werden über MyDHL+, APIs oder Shop-Integrationen erstellt, mit On Demand Delivery können Empfänger Zustellort und Zeitpunkt ändern, eine Zweitzustellungsplattform soll fehlgeschlagene Zustellversuche verringern. Das Angebot richtet sich an B2B und B2C, ein Business-Konto lässt sich online per Kreditkarte oder nach Beratung auf Rechnung eröffnen.
Österreichische Post
Die Österreichische Post AG ist das größte Post- und Logistikunternehmen Österreichs und stellte 2025 allein im Inland 232 Millionen Pakete zu, im Dezember wurden Tageshöchstwerte von bis zu 1,65 Millionen Paketen erreicht. Im Juli 2026 zählte das Standortnetz 327 eigenbetriebene Filialen, 1.353 Postpartner, 57 Selbstbedienungsfilialen und 1.263 freistehende Poststationen, bis Ende 2026 sollen es über 3.100 Standorte werden. Geschäftskunden nutzen unter anderem Paket Premium, das Versandsystem Post-Labelcenter, Retourenlösungen, Wunsch-Poststation und Wunsch-Postfiliale als Zustelladresse sowie internationale Pakete, die Gruppe ist zudem in Südost- und Osteuropa und der Türkei aktiv. Die Post beliefert überwiegend Endkunden (B2C) und bedient über Paket Premium auch B2B. Aus Sicht deutscher Unternehmen ist die Tochter Austrian Post International Deutschland in Bonn der Einstieg: Paket AT bringt Sendungen von Deutschland nach Österreich laut Anbieter in zwei Tagen von der Abholung bis zur Zustellung, für Pakete bis 31,5 Kilogramm mit Track and Trace sowie Sendungsstopp und Umroutung. Laut Sendcloud stellt die Post außerdem den Großteil der DHL Pakete in Österreich zu.
DHL Paket
DHL Paket ist der Paketdienst von Post und Paket Deutschland innerhalb der DHL Group und bildet das Rückgrat des innerdeutschen Onlinehandels. Laut Geschäftsbericht 2025 umfasst das stationäre Annahme- und Verkaufsnetz rund 41.000 Standorte, darunter Packstationen und Poststationen, das Unternehmen bezeichnet es als dichtestes Netz von Paketannahme- und Abgabestellen in Deutschland. Geschäftskunden versenden B2C und B2B, national und international, DHL Paket International erreicht über 220 Länder und Gebiete. Für Österreich gibt es DHL Paket Austria, das Pakete aus Österreich in 26 europäische Länder im integrierten Zustellnetz befördert, inklusive Online-Rücksendung und Beilegerlösung, im Inland stellt laut Sendcloud seit 2020 die Österreichische Post den Großteil der DHL Pakete zu. Für große europäische E-Commerce-Kunden mit mehr als 3.000 Paketen im Jahr bietet DHL eCommerce die Lösung Parcel Connect, die DHL mit inländischen Zustellpartnern verbindet, samt Zugang zu rund 140.000 ServicePoints in Europa. Im Standardversand von DHL Paket Austria sind Pakete bis 31,5 Kilogramm möglich, die Anbindung läuft über APIs und webbasierte Versandoptionen.
GLS
GLS (General Logistics Systems) ist ein Paket- und Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Amsterdam und in rund 40 Ländern in Europa und Nordamerika aktiv. Das Netzwerk besteht aus Depots, Hubs und Paketshops, der Schwerpunkt liegt auf dem grenzüberschreitenden Paketversand in Europa. In Österreich betreibt GLS nach Angaben von paketcheck.at rund 2.300 GLS Points, davon etwa 930 PaketShops im Handel und etwa 1.370 PaketBoxen. Mit dem FlexDeliveryService können Empfänger Ort und Zeit der Zustellung steuern, etwa eine Abstellgenehmigung erteilen oder in einen PaketShop oder eine PaketBox umleiten. In Deutschland bietet GLS Express-Lieferung zum nächsten Werktag, auf Wunsch auch samstags, und mit GlobalParcel einen weltweiten Paketversand. Für Sendungen in die Schweiz gibt es mit Swiss Post GLS eine Lösung mit verzollter Lieferung (DDP). GLS bedient Geschäftskunden mit hohem Paketvolumen ebenso wie gelegentliche Versender und Privatkunden, die Zustellung erfolgt überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Der Fokus liegt zunehmend auf nachhaltiger Logistik, alternativen Zustellkonzepten und digitalen Services.
DPD
DPD gehört zur Geopost-Gruppe der französischen La Poste und ist in Deutschland und Österreich einer der großen Paketdienste. DPD Deutschland mit Sitz in Aschaffenburg nennt rund 10.300 Pickup Paketshops, den Zustelldienst Predict mit zweistündigem Zeitfenster und Live-Tracking, Abstell-Okay, Retoure per Fingertipp, Gefahrgutversand und mit DPD Fulfillment auch Logistiklösungen aus einer Hand. DPD Austria wurde 1988 als erster privater Paketdienst gegründet und gehört den Speditionen Gebrüder Weiss, Lagermax und Schachinger sowie der Geopost. 2025 bewegte DPD Austria rund 64,6 Millionen Pakete, betreibt 16 Depots und rund 3.300 Pickup Standorte und liefert national in der Regel innerhalb von 24 Stunden, international in 49 Länder. Die Ausrichtung ist national und europäisch, das Unternehmen positioniert sich in Österreich als Marktführer im B2B-Segment und bedient über Pickup Shops und die myDPD-App auch Privatkunden. Geopost gibt Zugang zu rund 132.000 Pickup Standorten, Retouren lassen sich über das Netz der Paketshops und Paketstationen abwickeln.
Quivo
Quivo ist ein Fulfillment-Dienstleister mit Hauptquartier am Wiener Hauptbahnhof und, laut Eigenangabe, Europas größter D2C-Fulfillment-Anbieter für über 1.450 Marken. Das größte österreichische Fulfillment Center liegt in Enzersdorf an der Fischa direkt am Flughafen Wien-Schwechat, in Deutschland betreibt Quivo Standorte in Wetzlar in Hessen und Kösching in Bayern, dazu kommen Center in Frankreich, Großbritannien, den USA und der Golfregion, insgesamt acht eigengeführte Standorte. Die Ausrichtung ist international mit Fokus auf DACH. Der Quivo Connector bündelt Bestände, Bestellungen, Sendungen und Retouren in einem Dashboard und bindet über 40 Shop- und ERP-Systeme an, darunter Shopify, WooCommerce, Shopware, Amazon FBM, TikTok Shop, Otto, Kaufland, Billbee und xentral. Versandt wird im Multi-Carrier-Modell, genannt werden DHL, DPD, GLS, UPS und FedEx. Retouren werden fotodokumentiert, geprüft und klassifiziert, dazu kommen Chargen-Tracking und B2B-Fulfillment. Typische Branchen sind Fashion, Beauty, Supplements, Schmuck, Elektronik und Parfum.
byrd
byrd ist ein 2016 in Wien gegründeter Fulfillment-Anbieter, der Logistik mit eigener Software verbindet und E-Commerce-Marken den Zugang zu einem europäischen Lagernetzwerk bietet. Genannt werden Lager in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien, frühere Berichte nennen auch die Niederlande, Italien und Spanien. Das Modell beruht auf einem dezentralen Netzwerk aus Logistikpartnern, die die byrd-Software als Lagerverwaltungssystem nutzen. Angeboten werden Lagerung, Pick and Pack mit individuell gebrandeter Verpackung, Versand über mehr als 20 Paketdienste, Zollabwicklung, ein Self-Service-Retourenportal und Seller Fulfilled Prime für Amazon. Laut byrd senkt die Adressvalidierung die Retouren im Schnitt um 20 bis 40 Prozent. Die Anbindung läuft unter anderem über Shopify, Shopware, WooCommerce, PlentyONE, Xentral, Amazon FBM, Billbee, ChannelEngine, Mirakl und eBay. Die Zielgruppe reicht von Start-ups bis zu Enterprise-Kunden mit 1.000 bis über 100.000 Bestellungen pro Monat. Ein Wettbewerbsvergleich von Quivo hält fest, dass byrd die Lager nicht selbst betreibt und das deutsche Lagernetz auf einen Partnerstandort in Halle konsolidiert hat.
Hermes
Hermes Germany ist auf die Zustellung an Privatkunden spezialisiert und wickelt den B2C- und C2C-Paketversand über neun Logistik-Center, rund 45 Depots und zahlreiche Partnerstandorte ab, hinzu kommen über 17.000 PaketShops in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden laut Hermes über 96 Prozent aller Pakete beim ersten Zustellversuch abgeliefert. Der internationale Versand erreicht rund 25 Länder Europas, Hermes EuroParcel bietet dafür ein spezialisiertes B2C-Netzwerk. In Österreich unterhält Hermes mit über 1.600 PaketShops nach eigener Aussage das größte postunabhängige Netzwerk von Annahmestellen für Retouren des Versandhandels und für den privaten Paketversand, viele Versandhäuser nutzen die Shops als alternative Zustelladresse. Die Österreichische Post listet Hermes PaketShops bei der Wunsch-Postfiliale als Zustellort. Geschäftskunden nutzen myHermes Business mit Sendungsverwaltung, Livetracking für die Haustürzustellung und Paketankündigung. Die Ausrichtung liegt klar auf B2C und Retouren, reine B2B-Lieferungen zwischen Unternehmen sind nicht der Schwerpunkt. Nach Österreich läuft die Zustellung laut Vergleichsportalen über Hermes-Verteilzentren und Partner wie die Österreichische Post oder DPD.
UPS
UPS ist ein global führender Logistikdienstleister und versendet Pakete in über 220 Länder und Gebiete, für Geschäftskunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es eigene Serviceleistungen. Im Programm stehen die Produkte Express Plus, Express, Express Saver, Standard und Expedited, UPS Standard steht innerhalb der EU sowie in die Schweiz, nach Liechtenstein und Norwegen zur Verfügung. Das UPS Access Point Netzwerk bietet lokale Abgabe- und Abholstellen für Zustellung und Retouren, mit UPS My Choice steuern Empfänger Zustellungen selbst. Der Rücksendeservice mit Selbstdruck-Aufkleber ist für über 135 Länder verfügbar, dazu kommen Nachnahme, Import Control und Zollabwicklung, europäisches Luftfrachtdrehkreuz ist Köln/Bonn. Kunden können Sendungen aus verschiedenen E-Commerce-Plattformen importieren und Versandinformationen zurückspielen. Die Ausrichtung ist stark international, das Angebot richtet sich an B2B und B2C. Laut Logistikjournal eignen sich UPS und FedEx besonders für zeitkritische Sendungen und Expressversand, beide bieten Zollabwicklung und DDP-Optionen.
Die Schweizerische Post
Die Schweizerische Post ist laut Asendia der beliebteste Versanddienstleister in der Schweiz und betreibt dort das größte Netzwerk an Abholorten. Im Inland sind PostPac Priority mit Zustellung in der Regel am nächsten Werktag und PostPac Economy mit Zustellung innerhalb von zwei Werktagen die Standardprodukte, Sperrgut und Rücksendungen gehören zum Angebot, Sonderkonditionen setzen ein Geschäftskundenverhältnis voraus. Für den grenzüberschreitenden Handel wichtig ist, dass die Schweiz weder EU noch Zollunion angehört: Jede Sendung braucht eine Zollanmeldung, IOSS und OSS gelten nicht. Die Post bietet dafür PostPac International und internationale Kleinsendungen, für verzollte Lieferung (DDP) gibt es Swiss Post GLS und URGENT. Asendia by Swiss Post, ein Gemeinschaftsunternehmen mit La Poste, liefert Pakete für Onlinehändler über Entry Points in Zürich und Genf innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ankunft zu, Kunden bringen Retouren zu über 3.900 Drop-Off-Points in der Schweiz. Die Ausrichtung ist national mit internationalem Zugang, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Für Händler aus Deutschland und Österreich ist die Post der wichtigste Zugang zum Schweizer Markt.
Gebrüder Weiss
Gebrüder Weiss ist ein familiengeführter, weltweit tätiger Full-Service-Logistiker mit Sitz in Lauterach in Vorarlberg, dessen Wurzeln laut Unternehmen mehr als 500 Jahre zurückreichen. Rund 8.600 Mitarbeitende arbeiten an 180 firmeneigenen Standorten. Das Portfolio umfasst Land-, See- und Luftfracht, Kontraktlogistik von der Lagerung über Fulfillment bis zur letzten Meile, Supply Chain Management und digitale Services wie das Kundenportal myGW. Die Ausrichtung ist international mit starkem Schwerpunkt auf dem Alpenraum, Österreich und Deutschland, Standorte gibt es unter anderem in Hamburg und Frankfurt. Gebrüder Weiss beteiligt sich an den Stückgutkooperationen NG.network und System Alliance Europe und arbeitet seit 1975 mit Streck Transport für Verkehre zwischen Österreich und Deutschland zusammen. Die Gruppe ist außerdem Gesellschafter von DPD Austria und damit im Paketgeschäft verankert. Der Schwerpunkt liegt auf B2B, Palettenware, Stückgut und Sperrgut, für Marken und Händler mit komplexeren Lieferketten kommen Kontraktlogistik und Fulfillment infrage.
CHECK24 Shopping
CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.
voelkner
voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.
OBI
OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.
Galaxus
Galaxus ist das Online-Warenhaus der Digitec Galaxus AG, die zur Migros-Gruppe gehört, und laut PlentyONE (2026) mit einem Plattformumsatz von rund 3,76 Milliarden Schweizer Franken und etwa 5 Millionen aktiven Käufern der größte Onlinehändler der Schweiz. Der Schweizer Marktplatz besteht seit 2016, Deutschland kam im Januar 2023 hinzu, eigene Shops betreibt Galaxus außerdem in Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Der Marktplatz für Drittanbieter ist laut Marktberichten für die Schweiz und Deutschland offen und zählt über 1.000 angebundene Händler. Die Ausrichtung ist bewusst selektiv und kuratiert: Händler bewerben sich, durchlaufen eine Potenzialanalyse und Testbestellungen und müssen ihren Shop per API anbinden. Das Sortiment reicht von Elektronik über Wohnen, Haushalt, Sport und Spielzeug bis zu Beauty. Verkauft wird an Endkunden (B2C), zusätzlich existiert ein B2B-Retail-Modell, bei dem Galaxus die Ware selbst einkauft. Es gibt keine Grund- oder Setup-Gebühr, nur eine kategorieabhängige Provision, die je nach Quelle zwischen 7 und 20 Prozent liegt. Voraussetzung sind ein Gewerbe mit Umsatzsteuer-ID und ein Lager in der EU oder der Schweiz.
shöpping.at
shöpping.at ist der Online-Marktplatz der Österreichischen Post AG und versteht sich laut Eigenangabe als Österreichs größter Online-Marktplatz, laut Handelsverband sind mehr als 2.000 Händler aktiv. Die Ausrichtung ist national, gestartet unter dem Leitgedanken Österreich für Österreich mit heimischen Händlern, heimischen Kunden und heimischer Logistik, inzwischen ergänzt um Lieferungen nach Deutschland mit versandkostenfreier Standardlieferung ab 49 Euro Bestellwert je Händler in Österreich und ab 69 Euro nach Deutschland. Das Sortiment ist ein Vollsortiment, zu den Top-Kategorien zählen Elektronik, Baumarkt und Garten, Haushalt und Wohnen, Sport und Freizeit, Arzneimittel und Mode. Verkauft wird im Kern an Endkunden (B2C), zugelassen sind Gewerbetreibende mit Neuware oder refurbished Produkten. Der Kaufvertrag entsteht zwischen Händler und Kunde, den Versand übernimmt im Inland die Österreichische Post, Sendungen aus dem Ausland gehen mit DHL und werden von der Post zugestellt. Laut Preisblatt (Stand Jänner 2025) beträgt die Grundgebühr 49 Euro pro Monat, dazu kommen 0,49 Euro Transaktionsgebühr pro Bestellung, eine Verkaufsprovision von 5 bis 15 Prozent je nach Kategorie und Payment-Gebühren.
BAUHAUS
BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.
HORNBACH
HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.
Temu
Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).
