Plattformkompetenz

PLATTFORMEN– Kompetenz-Hub

Partner & Anbieter

A
Software

Adobe Commerce (Magento)

Adobe Commerce ist die kommerzielle Variante des Shopsystems Magento, das 2008 von Roy Rubin und Yoav Kutner als Open-Source-Projekt gestartet wurde. Adobe übernahm Magento 2018 und führte es unter dem Namen Magento Commerce, später Adobe Commerce, in die Experience Cloud ein. Heute gibt es mehrere Wege: Magento Open Source ist kostenlos und für Teams mit eigenen Entwicklern gedacht, Adobe Commerce bietet Lizenz, B2B-Funktionen, Support und auf Wunsch eine von Adobe betriebene Cloud-Infrastruktur. Aus der Community entstand zusätzlich Mage-OS, eine unabhängige und kompatible Fortführung der Open-Source-Version, und mit Hyvä ein modernes Frontend. Magento war lange eines der meistgenutzten Systeme im deutschen Mittelstand und ist weiterhin bei großen Händlern und Herstellern verbreitet, die viel individuelle Anpassung brauchen.

F
Plattform

Facebook

Facebook ist mit über 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern weltweit das größte soziale Netzwerk und gehört wie Instagram zum Meta-Konzern. In Deutschland nutzen es laut Statista-Auswertungen rund 21,7 Millionen Menschen, in Österreich liegt die Werbereichweite bei etwa 3,25 Millionen (Februar 2025). Für Händler und Marken ist Facebook vor allem ein Werbe- und Community-Kanal: Anzeigen werden gemeinsam mit Instagram über den Meta Ads Manager gebucht, Produktkataloge aus dem Commerce Manager speisen Katalog- und Advantage+-Kampagnen. Der direkte Checkout in Facebook Shops wurde in Österreich und mehreren EU-Ländern im August 2023 eingestellt, seit September 2025 laufen Shops mit Website-Checkout, gekauft wird also im eigenen Onlineshop. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Für Deutschland nennen Agenturen einen CPM von etwa 5 bis 15 Euro und einen CPC von 0,40 bis 2,00 Euro. Seit Jänner 2026 können EU-Nutzer weniger personalisierte Werbung wählen, was die Zielgenauigkeit beeinflussen kann.

G
Plattform

Google Ads

Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.

G
Plattform

Google Merchant Center

Das Google Merchant Center ist das kostenlose Werkzeug, über das Händler Produktdaten an Google übergeben, damit ihre Produkte im Shopping-Tab, in der Google-Suche und in weiteren Google-Diensten erscheinen. Kostenlose Produkteinträge gibt es in Deutschland seit Oktober 2020, die Erstellung eines Kontos und der Upload sind gebührenfrei, Kosten entstehen nur bei bezahlten Shopping-Anzeigen über ein verknüpftes Google-Ads-Konto. Seit September 2024 ist Merchant Center Next die verbindliche Oberfläche. Die Ausrichtung ist international, Versandeinstellungen sind unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz Pflicht, und Preisvergleichsportale können in diesen Ländern Shopping-Anzeigen im Namen von Händlern schalten. Das Sortiment ist branchenübergreifend, gekauft wird auf der Website des Händlers, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Der Feed kann als CSV, XML oder TXT oder über die Content API geliefert werden, Händler mit stationärem Geschäft können Local Inventory Ads nutzen. Das Merchant Center liefert außerdem die Datenbasis für Performance Max und das YouTube Shopping-Affiliate-Programm.

I
Plattform

idealo

idealo ist eines der führenden Preisvergleichsportale Europas und in sechs Ländern aktiv: Deutschland, Österreich, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. Laut Handelsverband Österreich verzeichnet idealo rund 30 Millionen Besuche pro Monat, etwa 50.000 Shops und über 330 Millionen Angebote sind gelistet. Händler übermitteln ihren Produktfeed per CSV, API oder über Partner, die Angebote werden Produkten zugeordnet und ausschließlich nach Preis gelistet, daneben zählen Bewertungen, Lieferzeit und Zahlungsarten. idealo ist heute ein reiner Traffic-Kanal nach dem Zum-Shop-Modell, den Direktkauf hat idealo Ende 2022 eingestellt, gekauft wird im eigenen Onlineshop. Abgerechnet wird per Klick, der Standard-CPC beträgt auf idealo.de 0,51 Euro für Neuverträge seit 1. April 2025 und auf idealo.at 0,36 Euro, einzelne Kategorien weichen ab. Für idealo.de gilt ein monatlicher Mindestumsatz von 20 Euro, die Registrierung ist kostenlos, die Kündigung monatlich möglich. Adressiert werden Endkunden (B2C), das Sortiment ist ein Vollsortiment, besonders stark sind Elektronik, Haushalt, Sport und Mode.

I
Plattform

Instagram

Instagram ist das visuelle Netzwerk von Meta und für Marken mit starker Bildsprache, Creator-Kooperationen und Reels ein zentraler Kanal. In Österreich erreicht es laut Statista (Werbereichweite, Anfang 2025) rund 3,25 Millionen Menschen und damit mehr als ein Drittel der Bevölkerung, für Deutschland werden rund 31 Millionen Nutzer genannt. Instagram unterstützt Shopping über Produkt-Tags in Beiträgen, Reels und Stories, die Produkte stammen aus einem Katalog im Meta Commerce Manager, der sich zum Beispiel über Shopify oder WooCommerce anbinden lässt. Der Kauf wird über den Website-Checkout abgeschlossen, ein Checkout direkt in der App gibt es in der EU nicht, und Instagram Shops erlauben nur physische Produkte. Werbung läuft gemeinsam mit Facebook über den Meta Ads Manager, Reels erzielen laut Agenturen oft 15 bis 30 Prozent niedrigere CPMs als Feed-Platzierungen. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Die Freigabe eines Shops dauert laut Anleitungen zwischen einigen Tagen und zwei Wochen.

PLATTFORMEN– News & Updates

Keine Beiträge zu diesem Thema.

Weitere Anbieter