Plattformkompetenz
OXID eSales ist ein deutsches Shopsystem der OXID eSales AG aus Freiburg im Breisgau, das dort seit 2003 entwickelt wird. Der OXID eShop basiert auf einem Open-Source-Kern und wird in Editionen angeboten, wobei die höheren Varianten zusätzliche Funktionen für B2B, Rechte und Rollen oder Mehrmandantenfähigkeit enthalten. Aktuell ist die Version 7 im Einsatz. Das Unternehmen positioniert sich für Händler mit erklärungsbedürftigen Produkten, individuellen Preisen, Freigabeprozessen und komplexen Versandwegen, also dort, wo ein Standardshop schnell an Grenzen kommt. Umgesetzt werden Projekte meist gemeinsam mit einem Netz aus Partneragenturen, das vor allem im deutschsprachigen Mittelstand verankert ist. OXID gilt als etabliertes, langfristig gepflegtes System, hat aber nach Auswertungen in Deutschland einen kleineren Marktanteil als Shopware oder Shopify.

Hinweise

Passt für Händler und Hersteller mit individuellen Anforderungen, die gemeinsam mit einem Partner ein maßgeschneidertes Projekt umsetzen wollen. Für einfache Standardshops ist der Aufwand meist zu hoch. Die Editionen und das Lizenzmodell haben sich in den letzten Jahren verändert, deshalb vor der Entscheidung die aktuellen Konditionen direkt beim Hersteller oder Partner einholen und die Verfügbarkeit von Erweiterungen prüfen.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026

Lösungen für OXID eSales-Nutzer

Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).

M
Plattform

Microsoft Advertising

Microsoft Advertising, früher Bing Ads, ist die Werbeplattform für das Suchnetzwerk von Bing sowie für Partner wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, Anzeigen erscheinen auch in Edge und der Windows-Suche, und der KI-Assistent Copilot greift auf den Bing-Index zurück. Der Marktanteil ist deutlich kleiner als bei Google, im DACH-Raum liegt Bing auf dem Desktop bei rund 15 Prozent. Die Nutzerschaft ist tendenziell älter, kaufkräftiger und stark im Büroumfeld vertreten, daher eignet sich der Kanal für B2B-Themen und als Ergänzung zu Google. Es gibt Text-, Shopping- und Dynamic-Kampagnen sowie Retargeting, bestehende Google-Ads-Kampagnen lassen sich importieren. Nur bei Microsoft Advertising ist eine Zielgruppenausrichtung auf Basis von LinkedIn-Profildaten möglich. Abgerechnet wird überwiegend per Klick nach dem Auktionsprinzip, in manchen Branchen liegen die Klickpreise laut Agenturen 30 bis 60 Prozent unter Google. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden Endkunden (B2C) und Geschäftskunden (B2B).

S
Plattform

Shopify

Shopify ist eine cloudbasierte Commerce-Plattform der kanadischen Shopify Inc. mit Sitz in Ottawa. Das Unternehmen wurde 2006 von Tobias Lütke und zwei Mitgründern gegründet, nachdem sie für den Onlineverkauf von Snowboards keine passende Lösung fanden. Shopify vereint Shopsystem, Zahlungsabwicklung, ein Kassensystem für den stationären Handel und einen App Store, über den sich Funktionen per Erweiterung ergänzen lassen. Für große Unternehmen gibt es seit 2014 die Variante Shopify Plus. Händler verkaufen über den eigenen Onlineshop und weitere Vertriebskanäle, ohne Server oder Updates selbst betreuen zu müssen. In Deutschland laufen nach Zählung von Storeleads im Juni 2026 rund 121.000 aktive Shops, womit Shopify dort ungefähr gleichauf mit WooCommerce liegt. Weil Shopify weit mehr als ein Shopsystem bietet, versteht es sich als Plattform für den gesamten Vertrieb.

V
Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

D
Logistik

DHL Express

DHL Express ist der internationale Expressdienst der DHL Group und bietet zeitdefinierte Tür-zu-Tür-Zustellung in über 220 Ländern und Gebieten. Laut Eigenangabe sind mehr als 100.000 Certified International Specialists im Einsatz, dazu kommt Zollexpertise, die Sendungen beim Grenzübertritt beschleunigen soll. Die Ausrichtung ist klar international, in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Geschäftskunden über eigene Länderseiten betreut. Angeboten werden Zustellung am selben Tag, am nächsten Werktag und über Nacht, für Österreich nennt Sendcloud die Produkte Domestic, Domestic Premium, Economy Select über das Straßennetzwerk in 31 Länder und Gebiete sowie Worldwide, jeweils bis 70 Kilogramm. Für schwere und palettierte Sendungen gibt es Heavyweight-Express. Sendungen werden über MyDHL+, APIs oder Shop-Integrationen erstellt, mit On Demand Delivery können Empfänger Zustellort und Zeitpunkt ändern, eine Zweitzustellungsplattform soll fehlgeschlagene Zustellversuche verringern. Das Angebot richtet sich an B2B und B2C, ein Business-Konto lässt sich online per Kreditkarte oder nach Beratung auf Rechnung eröffnen.

Q
Logistik

Quivo

Quivo ist ein Fulfillment-Dienstleister mit Hauptquartier am Wiener Hauptbahnhof und, laut Eigenangabe, Europas größter D2C-Fulfillment-Anbieter für über 1.450 Marken. Das größte österreichische Fulfillment Center liegt in Enzersdorf an der Fischa direkt am Flughafen Wien-Schwechat, in Deutschland betreibt Quivo Standorte in Wetzlar in Hessen und Kösching in Bayern, dazu kommen Center in Frankreich, Großbritannien, den USA und der Golfregion, insgesamt acht eigengeführte Standorte. Die Ausrichtung ist international mit Fokus auf DACH. Der Quivo Connector bündelt Bestände, Bestellungen, Sendungen und Retouren in einem Dashboard und bindet über 40 Shop- und ERP-Systeme an, darunter Shopify, WooCommerce, Shopware, Amazon FBM, TikTok Shop, Otto, Kaufland, Billbee und xentral. Versandt wird im Multi-Carrier-Modell, genannt werden DHL, DPD, GLS, UPS und FedEx. Retouren werden fotodokumentiert, geprüft und klassifiziert, dazu kommen Chargen-Tracking und B2B-Fulfillment. Typische Branchen sind Fashion, Beauty, Supplements, Schmuck, Elektronik und Parfum.

B
Logistik

byrd

byrd ist ein 2016 in Wien gegründeter Fulfillment-Anbieter, der Logistik mit eigener Software verbindet und E-Commerce-Marken den Zugang zu einem europäischen Lagernetzwerk bietet. Genannt werden Lager in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien, frühere Berichte nennen auch die Niederlande, Italien und Spanien. Das Modell beruht auf einem dezentralen Netzwerk aus Logistikpartnern, die die byrd-Software als Lagerverwaltungssystem nutzen. Angeboten werden Lagerung, Pick and Pack mit individuell gebrandeter Verpackung, Versand über mehr als 20 Paketdienste, Zollabwicklung, ein Self-Service-Retourenportal und Seller Fulfilled Prime für Amazon. Laut byrd senkt die Adressvalidierung die Retouren im Schnitt um 20 bis 40 Prozent. Die Anbindung läuft unter anderem über Shopify, Shopware, WooCommerce, PlentyONE, Xentral, Amazon FBM, Billbee, ChannelEngine, Mirakl und eBay. Die Zielgruppe reicht von Start-ups bis zu Enterprise-Kunden mit 1.000 bis über 100.000 Bestellungen pro Monat. Ein Wettbewerbsvergleich von Quivo hält fest, dass byrd die Lager nicht selbst betreibt und das deutsche Lagernetz auf einen Partnerstandort in Halle konsolidiert hat.

U
Logistik

UPS

UPS ist ein global führender Logistikdienstleister und versendet Pakete in über 220 Länder und Gebiete, für Geschäftskunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es eigene Serviceleistungen. Im Programm stehen die Produkte Express Plus, Express, Express Saver, Standard und Expedited, UPS Standard steht innerhalb der EU sowie in die Schweiz, nach Liechtenstein und Norwegen zur Verfügung. Das UPS Access Point Netzwerk bietet lokale Abgabe- und Abholstellen für Zustellung und Retouren, mit UPS My Choice steuern Empfänger Zustellungen selbst. Der Rücksendeservice mit Selbstdruck-Aufkleber ist für über 135 Länder verfügbar, dazu kommen Nachnahme, Import Control und Zollabwicklung, europäisches Luftfrachtdrehkreuz ist Köln/Bonn. Kunden können Sendungen aus verschiedenen E-Commerce-Plattformen importieren und Versandinformationen zurückspielen. Die Ausrichtung ist stark international, das Angebot richtet sich an B2B und B2C. Laut Logistikjournal eignen sich UPS und FedEx besonders für zeitkritische Sendungen und Expressversand, beide bieten Zollabwicklung und DDP-Optionen.

G
Logistik

Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss ist ein familiengeführter, weltweit tätiger Full-Service-Logistiker mit Sitz in Lauterach in Vorarlberg, dessen Wurzeln laut Unternehmen mehr als 500 Jahre zurückreichen. Rund 8.600 Mitarbeitende arbeiten an 180 firmeneigenen Standorten. Das Portfolio umfasst Land-, See- und Luftfracht, Kontraktlogistik von der Lagerung über Fulfillment bis zur letzten Meile, Supply Chain Management und digitale Services wie das Kundenportal myGW. Die Ausrichtung ist international mit starkem Schwerpunkt auf dem Alpenraum, Österreich und Deutschland, Standorte gibt es unter anderem in Hamburg und Frankfurt. Gebrüder Weiss beteiligt sich an den Stückgutkooperationen NG.network und System Alliance Europe und arbeitet seit 1975 mit Streck Transport für Verkehre zwischen Österreich und Deutschland zusammen. Die Gruppe ist außerdem Gesellschafter von DPD Austria und damit im Paketgeschäft verankert. Der Schwerpunkt liegt auf B2B, Palettenware, Stückgut und Sperrgut, für Marken und Händler mit komplexeren Lieferketten kommen Kontraktlogistik und Fulfillment infrage.

L
Plattform

LinkedIn

LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk der Welt mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern, im DACH-Raum nennen Quellen je nach Stand 20 bis 25 Millionen Mitglieder. In Österreich liegt die Werbereichweite laut Statista bei rund 2,7 Millionen (Anfang 2025). Für Händler und Marken ist LinkedIn kein Verkaufsmarktplatz, sondern ein B2B-Kanal für Positionierung, Recruiting, Lead-Generierung und den Kontakt zu Einkäufern, Geschäftsführern und Entscheidern. Die Ausrichtung ist international mit Targeting nach Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Werbung wird im Campaign Manager gebucht, technisch ist ein Tagesbudget ab 10 Euro möglich, Agenturen empfehlen für den DACH-Raum 50 bis 100 Euro pro Tag. Der durchschnittliche CPC liegt im DACH-Raum bei rund 6 bis 9 Euro, der CPM bei 25 bis 45 Euro, damit ist LinkedIn deutlich teurer als Meta oder Google. Beliebte Formate sind Lead Gen Forms, Document Ads und Thought Leader Ads, die Beiträge von Personen statt von Unternehmensseiten bewerben. Sponsored Messaging erreicht in der EU nur Mitglieder, die zugestimmt haben.

T
Plattform

TikTok Shop

TikTok Shop ist der Social-Commerce-Marktplatz von TikTok, auf dem Marken und Händler Produkte direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping und einen eigenen Shop-Tab verkaufen. In Deutschland ist der Dienst seit März 2025 aktiv und erzielte laut NIQ schon nach einem Jahr mehr als 700 Millionen Euro Jahresumsatz, in Österreich läuft der Verkauf seit 15. Juni 2026, die Händlerregistrierung war ab 1. Juni möglich. Die Ausrichtung ist international: Mit der Funktion Sell Across Europe verkaufen Händler mit einer Registrierung in alle EU-Märkte, in denen TikTok Shop verfügbar ist, und können Logistikpartner von TikTok nutzen. Das Sortiment lebt von erklärbaren, visuell starken Produkten wie Beauty, Mode, Lebensmitteln, Accessoires und Gadgets, verkauft wird an Endkunden (B2C). Creator bewerben Produkte über ein integriertes Affiliate-Programm gegen Provision. Die Registrierung ist kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Seit 8. Jänner 2026 beträgt die Verkaufsprovision in Deutschland und vier weiteren EU-Märkten 9 Prozent (Elektronik 7 Prozent), neue Händler zahlen 60 Tage lang 4 Prozent, dazu kommt eine Zahlungsgebühr von rund 2 Prozent.

Y
Plattform

YouTube

YouTube ist die größte Videoplattform der Welt und gehört zu Google. Für Händler und Marken ist sie Werbekanal, Suchmaschine für Produktrecherche und seit 3. September 2026 in Deutschland auch Verkaufskanal über das YouTube Shopping-Affiliate-Programm. Nach Angaben von YouTube haben im Juni 2026 mehr als 25 Millionen angemeldete Nutzer in Deutschland shoppingbezogene Suchanfragen gestellt. Creator taggen Produkte in Videos, Shorts und Livestreams, Zuschauer gelangen über das Tag in den Onlineshop des Händlers, der Creator erhält bei einem Kauf eine Provision, die der Händler selbst festlegt. Die Produktkataloge stammen aus dem Google Merchant Center, der Attributionszeitraum beträgt 30 Tage. Zum Start machen zehn Händler mit, darunter OTTO, Kaufland, MediaMarktSaturn und ABOUT YOU. In den Startmeldungen ist nur Deutschland genannt, für Österreich und die Schweiz wurde kein Termin genannt. Bezahlte Werbung läuft über Google Ads, auch Performance Max spielt auf YouTube aus. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), das Sortiment ist offen.

F
Plattform

Facebook

Facebook ist mit über 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern weltweit das größte soziale Netzwerk und gehört wie Instagram zum Meta-Konzern. In Deutschland nutzen es laut Statista-Auswertungen rund 21,7 Millionen Menschen, in Österreich liegt die Werbereichweite bei etwa 3,25 Millionen (Februar 2025). Für Händler und Marken ist Facebook vor allem ein Werbe- und Community-Kanal: Anzeigen werden gemeinsam mit Instagram über den Meta Ads Manager gebucht, Produktkataloge aus dem Commerce Manager speisen Katalog- und Advantage+-Kampagnen. Der direkte Checkout in Facebook Shops wurde in Österreich und mehreren EU-Ländern im August 2023 eingestellt, seit September 2025 laufen Shops mit Website-Checkout, gekauft wird also im eigenen Onlineshop. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Für Deutschland nennen Agenturen einen CPM von etwa 5 bis 15 Euro und einen CPC von 0,40 bis 2,00 Euro. Seit Jänner 2026 können EU-Nutzer weniger personalisierte Werbung wählen, was die Zielgenauigkeit beeinflussen kann.

I
Plattform

Instagram

Instagram ist das visuelle Netzwerk von Meta und für Marken mit starker Bildsprache, Creator-Kooperationen und Reels ein zentraler Kanal. In Österreich erreicht es laut Statista (Werbereichweite, Anfang 2025) rund 3,25 Millionen Menschen und damit mehr als ein Drittel der Bevölkerung, für Deutschland werden rund 31 Millionen Nutzer genannt. Instagram unterstützt Shopping über Produkt-Tags in Beiträgen, Reels und Stories, die Produkte stammen aus einem Katalog im Meta Commerce Manager, der sich zum Beispiel über Shopify oder WooCommerce anbinden lässt. Der Kauf wird über den Website-Checkout abgeschlossen, ein Checkout direkt in der App gibt es in der EU nicht, und Instagram Shops erlauben nur physische Produkte. Werbung läuft gemeinsam mit Facebook über den Meta Ads Manager, Reels erzielen laut Agenturen oft 15 bis 30 Prozent niedrigere CPMs als Feed-Platzierungen. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Die Freigabe eines Shops dauert laut Anleitungen zwischen einigen Tagen und zwei Wochen.

I
Plattform

idealo

idealo ist eines der führenden Preisvergleichsportale Europas und in sechs Ländern aktiv: Deutschland, Österreich, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. Laut Handelsverband Österreich verzeichnet idealo rund 30 Millionen Besuche pro Monat, etwa 50.000 Shops und über 330 Millionen Angebote sind gelistet. Händler übermitteln ihren Produktfeed per CSV, API oder über Partner, die Angebote werden Produkten zugeordnet und ausschließlich nach Preis gelistet, daneben zählen Bewertungen, Lieferzeit und Zahlungsarten. idealo ist heute ein reiner Traffic-Kanal nach dem Zum-Shop-Modell, den Direktkauf hat idealo Ende 2022 eingestellt, gekauft wird im eigenen Onlineshop. Abgerechnet wird per Klick, der Standard-CPC beträgt auf idealo.de 0,51 Euro für Neuverträge seit 1. April 2025 und auf idealo.at 0,36 Euro, einzelne Kategorien weichen ab. Für idealo.de gilt ein monatlicher Mindestumsatz von 20 Euro, die Registrierung ist kostenlos, die Kündigung monatlich möglich. Adressiert werden Endkunden (B2C), das Sortiment ist ein Vollsortiment, besonders stark sind Elektronik, Haushalt, Sport und Mode.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

T
Plattform

TikTok

TikTok ist die Kurzvideo-Plattform, die für Marken und Händler als Reichweitenkanal und über TikTok for Business auch als Werbeplattform dient. Laut Marktdaten nutzen in Deutschland rund 26,4 Millionen Menschen TikTok (Februar 2026), in Österreich meldet das Unternehmen mehr als 2,7 Millionen monatliche Nutzer, in der Schweiz sind es rund 2,2 Millionen. Die Ausrichtung ist international und auf Entdeckung statt Suche ausgelegt, der Algorithmus zeigt Inhalte auch Menschen, die dem Absender noch nicht folgen. Für Werbetreibende gibt es Formate wie Spark Ads, die organische Videos bewerben, und In-Feed Ads, abgerechnet wird per CPM oder CPC. Im DACH-Raum nennen Agenturen für Anfang 2026 einen CPM von 3 bis 8 Euro und einen CPC von 0,30 bis 1,50 Euro. Das Mindestbudget liegt laut Marktquellen bei 50 Euro je Kampagne und 20 Euro Tagesbudget je Anzeigengruppe. Das Sortiment ist offen, gut funktionieren visuelle, erklärbare Produkte. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), einzelne B2B-Themen lassen sich mit erklärendem Content ebenfalls bespielen. Der Verkauf direkt in der App läuft über TikTok Shop.

P
Plattform

Pinterest

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, auf der Menschen Ideen sammeln und Käufe planen, was sie für Sortimente wie Wohnen, Mode, Beauty, Deko und Rezepte besonders interessant macht. Weltweit hat Pinterest laut OPTIMIZE (2026) 640 Millionen monatlich aktive Nutzer, in Europa 157 Millionen. Für Deutschland werden rund 16 Millionen, für Österreich etwa 2 Millionen Nutzer genannt, die Schätzungen der Quellen weichen voneinander ab. Die Nutzerschaft ist überwiegend weiblich, adressiert werden Endkunden (B2C). Händler laden Produktkataloge per Feed hoch, daraus entstehen Produkt-Pins und Shopping Ads, das Verifizierte-Händler-Programm mit blauem Haken ist kostenlos und in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Der Kauf findet im eigenen Onlineshop statt, die Anbindung läuft unter anderem über Shopify. Werbung wird per Auktion abgerechnet, das Mindesttagesbudget liegt laut Ratgebern bei etwa 5 Euro, für aussagekräftige Tests werden 20 bis 50 Euro pro Tag über mindestens zwei Wochen empfohlen. Die Ausrichtung ist international, Inhalte bleiben oft monatelang auffindbar.

G
Plattform

Google Ads

Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.

G
Plattform

Geizhals

Geizhals ist ein 1999 in Österreich gestartetes Preisvergleichsportal, das hierzulande als eine der ersten Anlaufstellen für Preisvergleiche gilt und laut Branchenberichten im Bereich Technik und Hardware auch in Deutschland eine feste Größe ist. Das Portal gehört seit 2014 zum Heise-Verlag und wird als geizhals.at und geizhals.de betrieben, ein Ableger für Großbritannien läuft als Skinflint. Händler übermitteln ihre Produktdaten per Feed, die Angebote werden mit Preis, Versandkosten und Bewertungen verglichen und die Nutzer in den Onlineshop weitergeleitet, gekauft wird also beim Händler. Zum Angebot für Händler zählen Shoplistungen auf CPC-Basis, Kooperationen über Affiliateprogramme, Account Management und Werbeflächen, laut Marktberichten ist auch ein Pay-per-Order-Modell möglich. Aktuelle Klickpreise werden nicht öffentlich ausgewiesen, 2019 berichtete die Branchenpresse von rund 20 Cent pro Klick. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit Schwerpunkt Elektronik, Computer und Haushaltsgeräte, adressiert werden Endkunden (B2C).

G
Plattform

Google Merchant Center

Das Google Merchant Center ist das kostenlose Werkzeug, über das Händler Produktdaten an Google übergeben, damit ihre Produkte im Shopping-Tab, in der Google-Suche und in weiteren Google-Diensten erscheinen. Kostenlose Produkteinträge gibt es in Deutschland seit Oktober 2020, die Erstellung eines Kontos und der Upload sind gebührenfrei, Kosten entstehen nur bei bezahlten Shopping-Anzeigen über ein verknüpftes Google-Ads-Konto. Seit September 2024 ist Merchant Center Next die verbindliche Oberfläche. Die Ausrichtung ist international, Versandeinstellungen sind unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz Pflicht, und Preisvergleichsportale können in diesen Ländern Shopping-Anzeigen im Namen von Händlern schalten. Das Sortiment ist branchenübergreifend, gekauft wird auf der Website des Händlers, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Der Feed kann als CSV, XML oder TXT oder über die Content API geliefert werden, Händler mit stationärem Geschäft können Local Inventory Ads nutzen. Das Merchant Center liefert außerdem die Datenbasis für Performance Max und das YouTube Shopping-Affiliate-Programm.

M
Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).

M
Marktplatz

ManoMano

ManoMano ist ein 2013 gegründeter französischer Marktplatz, der sich ausschließlich auf Heimwerken, Haus und Garten spezialisiert hat. Nach Angaben auf der deutschen Händlerseite verbindet er 15 Millionen Produkte in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich, mit rund 20 Millionen monatlichen Besuchern, 4 Millionen aktiven Kunden und 400.000 wiederkehrenden Käufern. Es handelt sich um einen reinen Marktplatz ohne stationäres Geschäft, der Händler nach eigenen Angaben ergänzt, ohne sie zu kannibalisieren. Verkauft wird an Endkunden (B2C), mit ManoManoPro betreibt ManoMano seit 2019 zusätzlich eine B2B-Plattform für Handwerker und Bauprofis mit über 600.000 Referenzen. Neue Händler bewerben sich über ein Formular, ManoMano prüft Produktfit, Preispolitik und Kundenservicequalität. In Frankreich, Spanien und Italien gab es laut früheren Berichten ein Fulfillment-Angebot. Deutsche Händler galten laut ManoMano (2021) als Exportmeister und verkaufen mehr im europäischen Ausland als alle anderen Länder des Marktplatzes.

A
Marktplatz

AUTODOC

AUTODOC ist ein Berliner Onlinehändler für Fahrzeugteile und Zubehör, der laut Unternehmen Europas führender Online-Händler in diesem Bereich ist. Neben dem B2C-Geschäft und dem B2B-Bereich Autodoc Pro hat das Unternehmen einen kuratierten Marktplatz als dritte Säule aufgebaut. Der Autodoc Marketplace startete in Frankreich und wurde im Sommer 2025 auf Deutschland und Österreich ausgeweitet, laut Speed4Trade ist er auch in Italien, Spanien, Portugal, den Benelux-Ländern und Großbritannien verfügbar. Auf dem Marktplatz sind laut Anbieter hunderte professionelle Verkäufer aktiv, das Angebot reicht über klassische Ersatzteile hinaus zu Fahrzeugelektronik, Zubehör, Lifestyle-Produkten, Mobilitätslösungen und Sicherheitsartikeln. Verkauft wird an Endkunden (B2C), der Marktplatz ergänzt die B2C- und B2B-Plattformen. Drittanbieter listen ihre Produkte und versenden direkt, sie übernehmen Rechnung, Versand und Erstkontakt im Kundenservice. Für alle Marktplatz-Händler gelten klar definierte Leistungskennzahlen und Service-Level-Vereinbarungen, Autodoc überwacht die Performance und greift bei Bedarf ein. Als technische Basis dient die Marktplatzlösung von Mirakl.

B
Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.